Berühmte Persönlichkeiten
Johann Beer (1655 – 1700)
Der Dichter und seine Zeit – ein Künstlerleben in der Barockzeit
Am 6. Mai 2000 wird in der alten Volksschule zum 300 Todestag über Johann Beer eine Ausstellung eröffnet. Sie soll Einblick in sein Leben geben. Der Dichter und seine Zeit- ein Künstlerleben in der Barockzeit (1655-1700).
Lebensdaten:
Am 28.2. 1655 wurde er zu St. Georgen im Attergau als Sohn des Gastwirts Wolfgang Beer geboren,
1659 war er bei seiner Großmutter Achleitner in Schörfling
1660-1661 besuchte er die Schule in St. Georgen,
1662-1665 erhielt er vor allem Musikunterricht im Kloster Lambach
1665-1669 das gleich im Kloster Reichersberg am Inn
1969-1670 besuchte er die Lateinschule in Passau
1670-1676 das Gymnasium poeticum in Regensburg, anschließend einige Monate die Universität in Leipzig
1676, am 8. Oktober trat er als Sänger in die Kapelle des Herzogs und Administrators August in Halle ein
1679, am 17.6., heiratete er in Halle
1680, am 6.12. übersiedelte er nach Weißenfels
1685, am Ostersonnabend, wurde er in der herzöglichen Hofkapelle zu Weißenfels Konzertmeister
1697 erhielt er zusätzlich den Posten des herzöglichen Bibliothekars,
1700, am 28.7 wurde er auf einem Vogelschießen zu Weißenfels lebensgefährlich verwundet,
1700, am 6.8. starb er
Prof. E. W. Ricek (1915-1991)
Ein Leben für die Wissenschaft, ein unvergessener Lehrer, ein anerkannter Wissenschaftler, ein begabter Maler
Er war einer der bedeutendsten Botaniker im Bereich der Moose, Flechten und Blütenpflanzen. Er mikroskopierte, zeichnete, malte und notierte seine Beobachtungen und war in der Fachwelt ein anerkannter und bedeutender Wissenschaftler. Er leistete mit seiner Lehrtätigkeit an der Unic´versität für Bodenkultur und seiner Mitarbeit am Institut für Botanik in Wien Pionierarbeit.
Als Mykologe ist er weltweit bekannt. Seine Aquarelle, die er oft nur mit einer Pinselborste malte, sind in dem Standardwerk von Dr. Henning mit 25 Bildern vertreten.
Auch die Wandtafeln mit den geschützten Alpenblumen, die in allen Schulen und Schutzhütten zu sehen sind, sind von ihm. Im Haus der natur in Salzburg kann man von ihm gemalte Tafeln mit Lebensgemeinschaften der Pflanzen sehen.
Zum Maler Ricek: der hochbegabte Aquarellist ist besonders durch seine Darstellung von Blumen, Wiesen und Landschaften berühmt. Seine Arbeiten sind naturgetreu und künstlerisch gestaltet, dass sie mit Dürer vergleichbar sind.
Seine Heimat hat am 8. Jänner 1991 einen großen Wissenschaftler und Künstler verloren, von dessen Arbeiten und Leistungen man noch in Generationen sprechen wird.
Der Bildhauer - Richard Jakitsch
Der akademische Bildhauer Richard jakitsch wurde als Sohn eines Apothekers in Graz am 2.3.1872 geboren und ist am 30.12.1930 im sogenannten Jakitschhäusl in St. Georgen gestorben.
Er studierte an der Wiener Akademie und errang viele Preise. Die größte Würdigung seines Schaffens wurde ihm zuteil durch den „Preis von Rom“ mit dem Bildwerk „Strandgut“. Der Großindustrielle Krupp kaufte dieses Kunstwerk. Viele Werke des Künstlers sind in Wien, Graz und Neudau zu sehen.
Nach dem ersten Weltkrieg, den er bei der Artillerie mitmachte, kam der Künstler nach St. Georgen zu seiner Gönnerin Gräfin Kottulinsky. Sie schuf ihm ein Heim und Atelier im Ortlergarten. Die meisten Werke dieser zeit schuf er für Schloß Kogl.
Wir St. Georgener begegnen einem seiner schönsten und ergreifendsten Werke beim Kriegerdenkmal.
Dieser Christus ist von einer seltenen Schönheit und Erhabenheit. Darum sollten wir von diesem Künstler wissen und stolz auf diesen Wahl-St. Georgener sein.
Mundartdichterin Anna Vogl
Ein Original, eine Persönlichkeit, die uns das Attergaulied „I woaß a Platzerl wunderschön“ geschenkt hat.
Sie wurde am 25. Juli 1881, als Tochter des Forstmeisters Josef Vogl, in Salzburg geboren. Ihre Mutter war eine St. Georgeneer Bürgerstochter. Theresia Löckher (jetzt Gasthof Staufer). Drei Generationen dienten dem herrschaftlichen haus in Kogl.
In Salzburg erhielt sie eine gediegene Ausbildung und erlernte Sprachen. Nach dem Tode ihrer Mutter blieb der Vater in Salzburg und sie musste den heimatlichen Hof am Koglberg übernehmen.
Sicher ist es ihr schwer gefallen, war sic doch im Salzburger kulturellen Leben aktiv tätig. In der Salzburger Chronik befinden sich zahlreiche Aufsätze aus ihrer Feder. In ihrem Heimathaus wurde aus der Salzburger Schriftstellerin die Heimatdichterin des Attergaues. Sie machte sich unsere Mundart zu eigen, alles Brauchtum war ihr vertraut, und alte Begebenheiten hielt sie in Mundartgedichten fest. Viele Verse und Schriften sind verlorengegangen, manches wäre noch in ihrem dichterischen Nachlass zu finden. 1954 kam das Büchlein „Hoamat mei Attergau“ heraus.
Vertont hat die Texte unserer ehemaliger Pfarrer Franz Xaver Blasl.